Was ist ein Pfandkredit?

Ein Pfandkredit ist ein Kleinkredit, bei welchem wertvolle Gegenstände als Sicherheiten beim Pfandhaus hinterlegt werden.

Bei einem Pfandkredit handelt es sich um einen Kleinkredit, der von Pfandhäusern gegen eine Sicherheit gewährt wird. Damit Interessenten einen Pfandkredit erhalten können, muss ein wertvoller Gegenstand bei einem Pfandhändler hinterlegt werden. Die Höhe der zugesprochenen Kreditsumme wird anhand des Beleihungswertes der Pfandsache vom Pfandleiher ermittelt. In der Regel handelt es sich dabei um wertvolle Uhren, Schmuck, Smartphones und teure Geräte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Nachdem der Kreditnehmer die volle vereinbarte Auslösesumme zurückbezahlt, bekommt er seine Wertsache zurück. Die Auslösesumme wird anhand der Zinsen, Kreditsumme sowie der Gebühren ermittelt, die je nach Pfandhaus unterschiedlich ausfallen können.

Ein Pfandkredit ist ein Kleinkredit, bei welchem wertvolle Gegenstände als Sicherheiten beim Pfandhaus hinterlegt werden.

Wie bekommt man einen Pfandkredit?

Das Hauptmerkmal eines Pfandkredits ist seine unkomplizierte und schnelle Abwicklung. Von den Interessenten wird weder ein Nachweis der Zahlungsfähigkeit noch ein Gehaltsnachweis verlangt. Für einen rechtsgültigen Vertrag mit dem jeweiligen Pfandkreditanbieter ist in der Regel ein gültiger Personalausweis ausreichend. Die Laufzeit eines Pfandkredits wird in vielen Fällen über einen Zeitraum von drei Monaten abgeschlossen. Falls der Kreditnehmer während der Laufzeit erkranken sollte, wird ihm eine Karrenzeit von bis zu vier Wochen zugesprochen.

Welche Kosten fallen bei einem Pfandkredit an?

Bei einem Pfandkredit bekommt man 50 Prozent des Wiederverkaufswertes als Kreditsumme zugesprochen. In der Regel gilt, je länger die Laufzeit und je höher der Kreditbetrag ist, umso teurer ist der Pfandkredit. Die Kosten für einen Pfandkredit betragen im Durchschnitt monatlich zwischen 1 und 2 Prozent der Geldsumme, die vom Pfandleiher ausgezahlt wurde. Darüber hinaus fallen auch zusätzliche Kosten für die Lagerung und die Versicherung des hinterlegten Wertgegenstandes an.

Vorteile des Pfandkredits

Pfandverleiher müssen strenge gesetzliche Richtlinien befolgen. Als Verbraucher hat man deswegen ein hohes Maß an Sicherheit, wenn man diese Kreditart in Anspruch nehmen möchte. Weiter Vorteile eines Pfandkredits sind:

  • Unkomplizierte und schnelle Auszahlung des Kreditbetrags
  • Wertbeurteilung wird durch erfahrene Begutachter durchgeführt
  • Volle Transparenz und keine Bonitätsprüfung

Nachteile des Pfandkredits

Wenn man einen traditionellen Kredit nicht zurückzahlen kann, haben Kreditnehmer die Möglichkeit, mit dem jeweiligen Kreditanbieter ein neues Ratenzahlungsmodell auszuhandeln. Bei einem Pfandkreditanbieter gibt es diese Möglichkeit nicht. Wenn man den vereinbarten Betrag nicht zurückzahlen kann, werden die Wertsachen als Ausgleich vom jeweiligen Pfandhaus gepfändet. Ein weiterer wesentlicher Nachteil sind die relativ hohen Kosten, die in der Regel um einiges höher sind als bei einem Dispokredit. Angenommen es wurde 1000 Euro geliehen und nach einem Monat wie vereinbart zurückgezahlt. In diesem Zeitraum summieren sich 10 Euro Zinsen und im Durchschnitt 15 Euro Gebühren. Dies sieht auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus, wenn man es aber auf 12 Monate hochrechnet, ergibt sich daraus ein Zinssatz von 48 Prozent, weswegen der Pfandkredit als die teuerste Kreditvariante angesehen wird.

Fazit

Ein Pfandkredit zeichnet sich in erster Linie durch eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung aus und stellt eine sinnvolle Alternative zum traditionellen Ratenkredit dar, wenn man schnell eine Finanzspritze benötigt. Auf Dauer kann er aber sehr teuer werden und sollte deshalb nur für kurzfristige finanzielle Engpässe verwendet werden.